Hausordnung für Kids

Hausordnung für Kids

mit Köpfchen

Miteinander geht's besser.

Hausordnung für mich??

     

Du bist vielleicht gerade mit Deiner Familie in eine neue Wohnung eingezogen. Irgendwie ist alles fremd und neu. Ja, und da ist auch noch der Hausmeister, der darauf achtet, dass Du die Hausordnung einhältst...

...aber Moment mal, was ist das eigentlich, so eine Hausordnung? Hört sich erst einmal irgendwie kompliziert an. Das ist es aber nicht, ganz im Gegenteil! Es ist sogar ganz einfach zu verstehen.

Eine Hausordnung regelt das Zusammenleben aller Mitbewohner eines Hauses. Sie enthält Rechte und Pflichten. Zum Beispiel gibt sie Antworten auf die Fragen, zu welcher Zeit die Mittagsruhe gilt oder wer im Winter den Schnee vor der Haustür weg fegen muss, damit niemand fällt. Diese Regeln sind wichtig und notwendig, um Streit oder Unstimmigkeiten von vornherein zu vermeiden.

Die Hausordnung gilt für alle Bewohner: also für Dich, für Deine Eltern und natürlich auch für all die anderen Mitbewohner des Hauses, in dem Du lebst.

Es ist ganz ähnlich wie im Straßenverkehr. Hier regeln Ampeln und Schilder, wer wann fahren darf und wer noch warten muss. Die Verkehrszeichen gelten für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen, also für Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer. Wenn sich alle an diese Vorschriften halten, können Unfälle vermieden werden.

Wenn Du Dir Eure Hausordnung genau durchliest, wirst Du merken, dass sie nicht nur die manchmal etwas lästigen Pflichten regelt. Sie beinhaltet zugleich auch sehr viel Rechte. Aber nur, wenn Du Deine Rechte kennst, kannst Du diese auch in Anspruch nehmen.

Clip: Toll! Jetzt kann ich endlich mitreden, weil ich den Durchblick habe!

1. Wann ist Ruhe angesagt?

Es gibt so genannte Ruhezeiten im Haus. Diese sind von 22.00 Uhr bis 07.00 Uhr und in der Mittagszeit von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Zu diesen Zeiten sollen sich alle Hausbewohner ruhig verhalten, damit jeder der möchte, in Ruhe schlafen kann.

           

Dass die Ruhezeiten nachts wichtig sind, leuchtet Dir sicherlich sehr schnell ein, da viele Deiner Mitbewohner entweder am nächsten Morgen zur Arbeit gehen,
oder - wie Du vielleicht auch - in die Schule. Klar doch, dass alle im Haus spätestens ab 22. Uhr die Musikanlage, das Radio oder den Fernseher etwas leiser stellen.

Aber warum gibt es eine Mittagsruhe?

Warum soll ich eine Ruhezeit von 13.00 - 15.00 Uhr einhalten? Da bin ich doch gar nicht müde, denkst Du jetzt wahrscheinlich.

Dafür gibt es aber einen guten Grund! Auch wenn Du selber nicht müde bist, gibt es viele andere Menschen - zu Beispiel kleine Babys und ältere Leute - die Ihren Mittagsschlaf dringend brauchen. Eben aus Rücksicht auf diese Mitbewohner sind alle anderen im Haus für zwei Stunden leise.

Außerdem bedeutet die Mittagsruhe ja nicht, dass Du in dieser Zeit stumm in Deinem Zimmer sitzen musst und gar nichts mehr tun darfst. Natürlich kannst Du mit Deinen Freunden oder alleine spielen - nur nicht so laut.

2. Wo kann ich spielen?

Wenn in der Nähe Deines Zuhauses kein Spiel- oder Bolzplatz ist, darfst Du zum Spielen auf die Rasenflächen vor dem Haus gehen. Das kann Dir keiner verbieten.

Wichtig ist nur, dass Du beim Spielen auf die Rasenflächen oder die vielleicht daran angrenzenden Beete Acht gibst. Die anderen Mitbewohner möchten die Rasenflächen ja auch nutzen und wären zu Recht sauer, wenn Du sie kaputt machen würdest. Die Blumenbeete sind meistens mit viel Sorgfalt angepflanzt worden. Logisch also, dass man sie nicht zertreten soll!

Ball spielen macht Spaß, kann aber auch leicht mal ins Auge gehen. Und prompt zerspringt eine Fensterscheibe in tausend Stücke.

Das kann Ärger geben und ganz schön teuer werden. Also: Ein bisschen Vorsicht schadet nicht!

3. Warum ist das Treppenhaus kein Abstellraum oder   Spielplatz?

Stell Dir vor, in Eurem Haus fängt es an zu brennen. Dann werden natürlich alle versuchen, über das Treppenhaus so schnell wie möglich ins Freie zu kommen.
Stehen aber dort Inline-Skater, Schuhe, Schultaschen und andere Dinge herum, können die Menschen leicht stolpern und hinfallen.
Das Treppenhaus ist in Notfällen ein lebensrettender Fluchtweg! Das gleiche gilt für Keller und Dachboden. Darum sollten dort keine Sachen stehen oder liegen gelassen werden, selbst wenn viel Platz vorhanden ist.

Treppenhaus, Keller und Dachboden eignen sich ohnehin nicht besonders gut zum Spielen. Sobald Du etwas lauter bist, werden sich Deine Mitbewohner gestört fühlen, da es an diesen Orten häufig so stark hallt, dass das kleinste Geräusch ganz viel Lärm macht. Besser ist es, Du spielst auf dem Spielplatz oder in der Wohnung.

Rücksicht nehmen lohnt sich - für alle!

So, das war das Wichtigste. Zuviel, um es sich merken zu können?

Kein Problem!

Denn es geht auch anders. Unser Tipp: Wenn Du etwas tun willst, denke kurz darüber nach, ob es für andere irgendwie schlecht oder störend sein könnte. Ist das der Fall, dann mach es ganz einfach anders. Dort, wo viele Menschen zusammenleben, funktioniert das Miteinander nur dann problemlos, wenn jeder ein wenig Rücksicht auf den anderen nimmt. Gibt es doch einmal Ärger mit einem anderen Hausbewohner, dann versuche, mit ihm darüber zu reden und ihm Deine Meinung klar zu machen. Bestimmt findet sich so eine Lösung, die für beide Seiten okay ist.

Alles klar in Sachen Hausordnung? Solltest Du noch Fragen haben, dann hilft Dir der Hausmeister gerne weiter. Er und alle Mitarbeiter der VAB wünschen Dir eine schöne Zeit in Deinem neuen Zuhause!